Piding. Große Augen, rauchende Köpfe und jede Menge Entdeckerdrang: In den vergangenen Tagen verwandelten sich das Silentium der Grundschule Piding in eine kleine Forschungsstation. Dank der praktischen Forschungsboxen des Schülerforschungszentrums Berchtesgadener Land durften unsere Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise wissenschaftliche Methoden ausprobieren, eigene Vermutungen überprüfen und Technik hautnah erleben.

Diese Forscherwoche fügt sich perfekt in das Profil der Schule ein: Unter der Organisation von Seminarrektorin Monika Ilg (MINT-Beauftragte), sowie den Lehrkräften Sylvia Rühmer und Patricia Kretschmann-Kürti wird die MINT-Ausbildung an der Grundschule Piding im Rahmen der Lehrerausbildung und Schulentwicklung intensiv vorangetrieben. Die enge Kooperation mit deSchülerforschungszentrum ermöglicht es den Lehrkräften, moderne mathematisch-naturwissenschaftliche und technische Schwerpunkte direkt in die Praxis umzusetzen.

Wie erfolgreich dieses Konzept ist, zeigte sich in den Klassen: In Zusammenarbeit mit der Lehrerin Patricia Kretschmann-Kürti stellten sich die Drittklässler einer kniffligen technischen Herausforderung: dem Bau des „Heißen Drahts“. Mit viel Fingerspitzengefühl, Zangen und Draht bogen die Kinder ihre eigenen Parcours. Sobald der Stromkreis geschlossen und ein kleine LED-Lampe aktiviert wurde, war die Konzentration im Raum greifbar. Wer schafft es mit der Öse bis ans Ende, ohne den Draht zu berühren? Neben handwerklichem Geschick lernten die Schüler dabei die Grundlagen von Stromkreisen und elektrischer Leitfähigkeit.

Gleichzeitig ging es bei unseren Jüngsten um die eigenen Sinne. Die Klassenleiterin Sylvia Rühmer führte eine Sequenz zu den den Sinnen im Fach HSU durch. Dann durften die Erstklässler mit einer speziell für sie konzipierten Forschungsbox spannende kleine Versuche durchführen. Ob Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen oder Hören – an verschiedenen Stationen testeten die Kinder, wie verlässlich ihre Sinne sind und wie das Gehirn Sinneseindrücke verarbeitet.

Die thematisch gestalteten Kisten, die vom Schülerforschungszentrum für den Unterricht bereitgestellt werden, knüpfen direkt an den LehrplanPLUS an. Sie enthalten alle Materialien für das selbstständige Experimentieren. Das Fazit der Grundschule Piding fällt durchweg positiv aus: Die Boxen haben den Forschergeist geweckt und gezeigt, dass Wissenschaft im Schulalltag auch in den letzten heißen Schulwochen unglaublich viel Spaß macht! (Text und Fotos: Monika Ilg, Seminarrektorin)