Im Juni machten sich die Klassen 2a und 2b zusammen mit ihren Lehrkräften Frau Ginzinger und Frau Fiedler auf den Weg zu den Milchwerken Berchtesgadener Land. Nachdem die Kinder einige Wochen zuvor bereits einen Bauernhof besucht hatten, konnten sie nun erleben, wie die wertvolle Milch weiterverarbeitet wird und schließlich als fertiges Produkt im Kühlregal landet.

Herzlich begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler von zwei freundlichen Mitarbeiterinnen der Milchwerke. In einem anschaulichen Gespräch erfuhren die Kinder zunächst, warum die gesunde Nahrung der Kühe für den guten Geschmack der Berchtesgadener Bergbauernmilch so wichtig ist. In einer großen Vitrine konnten sie anschließend die Vielzahl an Produkten bestaunen, die aus der Milch hergestellt werden.

Außerdem lernten die Kinder den Begriff Genossenschaft kennen. Sie erfuhren, dass die Milchwerke mit rund 1600 Landwirten zusammenarbeiten und diese gleichzeitig Eigentümer der Molkerei sind. So wurde deutlich, wie eng die Bauernhöfe und die Milchwerke miteinander verbunden sind.

Besonders spannend war die Frage, wie aus Gras eigentlich Milch wird. Die Kinder erfuhren viel über die Verdauung der Kühe und darüber, welche wichtige Rolle die Tiere bei der Milchproduktion spielen. Dabei wurde auch das Thema Umweltschutz aufgegriffen. Leider gelangen immer wieder Plastikabfälle auf Wiesen und Weiden. Werden diese von Kühen gefressen, können die Tiere ernsthaft erkranken. Die Kinder erkannten schnell, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt ist.

Anschließend erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass die Milch von Bauernhöfen zwischen Zugspitze und Watzmann abgeholt wird. Die Milchtanker erfassen die Milch dabei in einem besonderen Drei-Kammer-System. Ebenso beeindruckte die Kinder eine riesige Spülanlage, die die zurückgegebenen Milch-Glasflaschen gründlich reinigt und für ihren nächsten Einsatz vorbereitet.

Ein besonderes Highlight erwartete die Kinder am Ende der Führung: Jeder durfte selbst Sahne in einem kleinen Becher so lange schütteln, bis daraus Butter entstand. Stolz probierten die Kinder ihre selbst hergestellte Butter anschließend auf frischem Brot. Ein Schüler brachte seine Begeisterung treffend auf den Punkt: „Bisher mochte ich Butter nicht, aber heute hat sie mir zum ersten Mal richtig gut geschmeckt.“

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte bei der Besichtigung eine wichtige Rolle. Die Kinder erfuhren, dass die Milchwerke großen Wert auf Umweltschutz legen und deshalb versuchen, bei ihren Verpackungen möglichst wenig Plastik zu verwenden. So lässt sich beispielsweise die Pappummantelung vieler Joghurtbecher leicht vom Kunststoffbecher trennen, was das Recycling erleichtert und Ressourcen schont.

Die Schülerinnen und Schüler hatten auch an diesem Ausflug viel Freude und konnten zahlreiche neue Erkenntnisse gewinnen. So schloss sich für die Kinder der Kreis von der Kuh auf der Weide über die Milchverarbeitung bis hin zum fertigen Milchprodukt im Kühlregal – ein spannender und lehrreicher Vormittag, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. (Text und Fotos: Regina Fiedler-Müller)