Mit einer feierlichen Veranstaltung am Thumsee wurde ein besonderes Projekt der Mittelschulen Piding-Anger und Bad Reichenhall erfolgreich abgeschlossen: Die neuen Wegeschilder entlang des beliebten Rundwegs wurden offiziell eingeweiht.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Schule, Handwerk und Öffentlichkeit waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern das Ergebnis monatelanger Arbeit zu feiern. Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten die Kinder der Grundschule Piding unter der Leitung von Anna-Lena Fritsch.

Im Rahmen des Projekts „Praxis an Mittelschulen“ setzten sich die Jugendlichen intensiv mit der Natur rund um den Thumsee auseinander. Gemeinsam mit Bauhofleiter Martin Haberlander erkundeten sie die heimische Tier- und Pflanzenwelt, entwickelten anschließend mit der Reichenhaller Künstlerin Silke Blumhoff kreative Gestaltungsideen und entwarfen informative Schilder zu den Besonderheiten dieses einzigartigen Naturraums.

Schulleiterin Magdalena Perez Moreno begleitete die Planung und Umsetzung des Projekts im Schulverbund Piding-Anger und Bad Reichenhall und setzte damit einen weiteren Schwerpunkt in der praxisnahen Berufsorientierung. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben, Künstlern und kommunalen Einrichtungen konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten praktisch einsetzen, unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen und wertvolle Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers sammeln.

Heute säumen die Tafeln den Rundweg und laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Natur bewusster wahrzunehmen. Sie informieren über Insekten, Fische, Biber, Spechte und viele weitere Bewohner des Thumsees sowie über die Pflanzenwelt rund um das Kleinod. Gleichzeitig machen sie deutlich, wie wertvoll und schützenswert heimische Lebensräume sind.

In ihrer Begrüßung betonte Magdalena Perez Moreno die besondere Bedeutung des Projekts: „Der Thumsee ist weit mehr als ein idyllischer Ort der Ruhe, der Begegnung und des Miteinanders – er ist ein Stück Heimat.“ Die neuen Wegeschilder seien Ausdruck von Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Engagement junger Menschen, die ihre Ideen eingebracht und ihre Heimat aktiv mitgestaltet haben.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben. Unter fachkundiger Anleitung von Metallbaumeister Daniel Bender fertigten Schüler der 8. Klasse der Mittelschule Piding-Anger die Halterungen für die Eingangsschilder des Rundwegs. Dabei erhielten sie praktische Einblicke in handwerkliche Berufe und erlebten, wie aus einer Idee ein dauerhaft sichtbares Ergebnis entsteht.

Die anwesenden Ehrengäste würdigten das Engagement der Schülerinnen und Schüler und hoben insbesondere ihre Eigeninitiative, Ausdauer und Bereitschaft hervor, Verantwortung für Natur und Gemeinschaft zu übernehmen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Schule, Handwerk, Kommunen und engagierte Partner zusammenarbeiten. Unser herzlicher Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen beigetragen haben: der Regierung von Oberbayern, der Hubert-Beck-Stiftung, der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, den beteiligten Handwerksbetrieben, den Städten und Gemeinden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs Bad Reichenhall (Stadtgärtnerei) sowie allen Kolleginnen und Kollegen und Helferinnen und Helfern im Hintergrund.

Ein besonderer Dank gilt der Künstlerin Silke Blumhoff, die das Projekt mit ihrer Kreativität, ihrer Begeisterung und ihrem großen Engagement maßgeblich geprägt hat. Sie verstand es, die Ideen der Schülerinnen und Schüler aufzugreifen und gemeinsam mit ihnen etwas Einzigartiges zu schaffen.

Vor allem aber gilt unser Dank den Schülerinnen und Schülern selbst. Mit ihrem Einsatz, ihrer Kreativität und ihrem Durchhaltevermögen haben sie ein Projekt verwirklicht, das noch viele Jahre Menschen am Thumsee begleiten wird. Die Wegeschilder informieren, regen zum Nachdenken an und erzählen die Geschichte junger Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihre Heimat aktiv mitgestalten.

Darauf können alle Beteiligten stolz sein. (Text: Magdalena Perez Moreno, SL.)